Ein halbes „Haus“…

Der Gründonnerstag machte seinem Namen alle Ehre: es grünt und blüht alles um den Saxenhof herum, als hätten wir Mitte Mai. Bei hoch(!)sommerlichen Temperaturen haben wir heute das Kapitel „Umfassungswände EG“ abgeschlossen: Die U-Schalen sind komplett vermauert, die Reste überschaubar. In den U-Schalen liegt genug Eisen um ein eigenes Hüttenwerk betreiben zu  können und auf den zwei T-Trägern (für die Fachleute unter euch: HEB-Träger…) kann nun der Unterzug zur Ruhe kommen.  Ich hatte versprochen kurz die Funktion einer U-Schale zu erläutern: Der Name kommt natürlich von der Form. Die Schale erspart umständliches Einschalen, denn der Stein ist ja schon die Schale, in die dann Eisen und Beton eingefüllt werden. Das ergibt einen sog. Ringanker; dieser hält alle Wände wie in einem festen Ring zusammen.  Ich brauche ihn, weil er auch die Holzbalken für die Decke tragen muss.

Früher hat man einfach auch aus Holz einen Ringbalken gebaut. Das erscheint mir auch heute logischer und ist sicher auch konstruktiv „Holz auf Holz“ sinnvoller. Aber die Angst aller Verantwortlichen lässt das Bauwesen in D. manchmal verquere Wege gehen.  Was nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden kann, geht nicht. So kann man z.B. für Reet keinen Wärmewert festlegen, wobei jeder, der schon einmal an einem heißen Sommertag in einen reetgedeckten Stall gegangen ist (Tipp in SH: Freilichtmuseum Molfsee) weiß, dass es dort schön kühl ist. Es muss also doch irgendwie dämmend gegen Hitze (und auch gegen Kälte) wirken.

Aber genug Exkurs in Sachen Sinn und Unsinn. Die Innenwände stehen zumindest in Palettenform schon da wo sie einmal hingehören – nämlich im Haus.

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