Bernd Bitum…

Heute habe ich gegen den Rat der Mehrzahl der Fachleute die Kellerwandsteine dreifach mit Bitumen gestrichen. Nach dem Motto „viel hilft viel“ habe ich Voranstrich und Hafter und die eigentliche Bitumenmasse auf die Steine aufgetragen. Vielleicht ist es ja doppelt gemoppelt, aber ein Reetdachhaus hat nun mal keine Regenrinne und es läuft doch verhältnismässig viel Wasser ans Haus. Da kann es nicht schaden wenn hinter der Drainage die Wand wasserundurchlässig ist. Auch wenn das Fundament nach oben hin sowieso abgedichtet ist.  Die Kosten und die Arbeit sind auch überschaubar, wobei heute vom Meer her Wind in Stärke 7 bis 8 blies und ich nach der Arbeit aussah wie der Herr der Sommer- äh Bitumensprossen. Zähes Zeug übrigens, das sich auch dem Einsatz von Terpentin & Co. hartnäckig widersetzte…

Dann hat Worminghaus, gewohnt pünktlich, die ersten Paletten mit Porotonsteinen auf dem Fundament abgestellt. Die Suche nach dem richtigen Mauerwerk hat mich drei Monate Vorbereitung gekostet. Wenn jemand ernsthaftes Interesse an dem Findungsprozess hat, dem berichte ich gern DETAILLIERT über die Vorzüge von Ton gegenüber Kalksand, Diffusion, Wassertransport und Wärmewerten… Allen anderen sei gesagt, dass der Porotonstein der T9 ist, was  heißt das er einen k-Wert von 0.09 hat. Das ist für einen Tonstein schon ein ganz guter Wert und bei einer Steinstärke von 36,5cm dämmt das schon prima.

Nachdem ich dann vergeblich versucht habe die Nass-Säge aus Garding nach Schobüll zu transportieren, was in erster Linie an einem nicht anspringenden Gabelstapler lag ( so eine Nass-Säge wiegt fröhliche 500 kg!), habe ich mich noch ein bisschen in Sachen (Balken-) Holz schlau gemacht. Aber das ist eine andere Geschichte.

Morgen geht es dann mit der ersten Steinschicht los!

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